Vegane Käsealternativen

und die wichtigsten Schritte zur perfekten Käseplatte

 
Meine geliebter Großvater war Franzose und so ist es beinahe selbstredend, dass es zu jeder guten Gelegenheit Käse gab. Weihnachten bedeutete für mich traditionell immer: meine Oma steht schon drei Tage vor Heiligabend in der Küche um am großen Tag selbst einer zwanzig-köpfigen Bagage ein wunderbares Festmahl zu bereiten. Das hat sich die gute Frau – der ich neben meiner Mutter die meisten meiner Skills verdanke – bis zu guter Letzt nicht nehmen lassen. Zu ihrem Acht Gänge Menü gehörten neben Suppe, Austern, Braten, Gans und Eistorte auch eine Käseplatte wie sie im Buche steht und so kommt es, dass eben diese für mich nach wie vor einfach zu Weihnachten dazu gehört. Vegan ist das in der Tat gar nicht so leicht und ich musste lange suchen und warten, ehe die perfekte Platte kreiert war.
 
 
 

Die drei wichtigsten Komponenten

  • Verschiedene Sorten Käse: Diesen Punkt muss man eigentlich nicht wirklich erwähnen, da für eine Käseplatte der Käse selbstredend unerlässlich ist. Dennoch ist es sehr wichtig, dass sich auf so einer Platte nicht nur eine Sorte Käse findet, sondern gleich mehrere! Angefangen bei einem schnittfesten, über cremigen, bis hin zu Frischkäse sollte alles dabei sein. Und das in vegan? Challenge accepted!
  • Brot und Cracker: Damit man den Käse nicht einfach nur pur in sich rein stopfen muss bedarf es noch einigen Beilagen. Am wichtigsten ist dabei ein gutes, frisches Brot und ggf. einige Cracker oder Knäckebrot. Man sollte hier darauf achten, dass es ein leichtes Brot ist! Kein Vollkornbrot oder ein schweres Roggen – die Käseplatte soll zwar final den Magen schließen, aber kein unnötiges Völlegefühl verursachen. 
  • Frische Beilagen: Käse und Brot sind zwei sehr herbe und schwere Komponenten, die einen leichten Begleiter brauchen. Deshalb sind die frischen Beilagen ebenso wichtig! Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – am beliebtesten und bekanntesten sind Trauben als süßer Gegenspieler. Frische Feigen sind aber auch ein wahrer Seegen, genau wie Erdbeeren, herzhafte (Essig)Gurken oder Tomaten.

Aber da ist noch lange kein Ende in Sicht! Man benötigt natürlich noch die eine oder andere Kleinigkeit neben diesen drei Komponenten. Zum einen braucht es natürlich Besteck, denn auch veganer Käse braucht ein ordentliches Käsemesser, normale Messer für die Gäste und einige kleine Gabeln. Zusätzlich zu den frischen Beilagen machen sich auch Aufstriche gut zu der Käseplatte: Marmelade, Senf oder Löwenzahnhonig sind eine schöne Möglichkeit den Geschmack der Käsesorten zu unterstützen. Serviert wird das Ganze am besten auf einer Schieferplatte oder einem rustikalen Holzbrett

 

 

Meine Käse-Favoriten

Allem voran ist das mein selbstgemachter Frischkäse! Als ich vor sechs Jahren anfing vegan zu leben war es noch beinahe unmöglich einen guten veganen Ersatz für Käse zu bekommen, aber die Zeiten sind glücklicherweise mittlerweile vorbei! Jetzt ist die Liste meiner Käsefavoriten lang und beinahe endlos, daher stelle ich euch hier vorrangig die besten Käse für eine Käseplatte vor. Der Käse für Pizza, aufs Brot oder zum Kochen folgt dann an anderer Stelle. Allen voran kann ich drei Firmen besonders hervorheben: Violife, Vegusto und Happy Cheeze! Hier kann ich, wenn es um Schnittkäse-Alternativen geht, alle Sorten uneingeschränkt empfehlen. Seit kurzem bietet Violife auch einen großartigen Grillkäse an, für den ich auf die Knie falle. Die After Dinner Blaubeere Variante ist ebenfalls relativ neu und seit kurzem einer meiner absoluten Favoriten! Die süße der Blaubeeren rundet den Geschmack perfekt ab und damit sollte dieser Käse auf keiner Platte fehlen. Violife bekommt ihr in gut sortierten Supermärkten – meist Edeka – oder Online bei Boutique Vegan. Dort bekommt ihr auch den No-Muh Käse von Vegusto – der erste vegane Käse den ich jemals mochte. Happy Cheeze bietet einen Ersatz für Camembert an, der bisher einfach unerreicht bleibt. Solltet ihr diesen vermissen, dann nichts wie schnell ran da! 

 

 

Nach wie vor ist veganer Ersatz für Käse ein absolutes Luxusgut und das kann man nicht gut reden. Vor allem der rohe Käse aus Cashews von Happy Cheeze hat seinen Preis – wenn auch gerechtfertigt ist dieser natürlich nicht immer drin und auch nicht für jeden bezahlbar. Im Internet findet man eine Vielzahl Rezepte für Käse aus Nüssen – diese sind durchaus auch eine gute Alternative. Gerade Frischkäse mache ich meist selbst, nur bei Schnittkäse greife ich meist lieber nach den fertigen.