Sauce Hollandaise 2.0

Alte Liebe, die nie rostete!

Bella is back! Zumindest ansatzweise. Neues Jahr, neues Glück – oder so ähnlich. Ich bin ja persönlich kein großer Fan von diesen “Im neuen Jahr wird alles besser!”-Vorsätzen, aber ich habe mir aktiv vorgenommen mein kreatives Tief hinter mir zu lassen. In den letzten knapp sieben Jahren habe ich mir so viele Rezepte aus den Fingern gesogen, dass sie zeitweise zum täglichen posten reichten, damit war Mitte 2018 aber Schluss. Mein Hirn wollte einfach keine neuen Ideen mehr ausspucken und mein Körper war nicht bereit sich in die Küche zu stellen und zu kochen, anzurichten und zu fotografieren. Von der Bearbeitung und dem Schreiben neuer Texte rede ich jetzt besser gar nicht erst. Die Luft war einfach raus! Lange habe ich überlegt, ob ich Filling Your Mind überhaupt weiterführen möchte – denn auch der Umstieg auf einen Lifestyleblog und damit weg vom Thema Food allein, hat nicht geholfen. Einige Monate später weiß ich nun: ich will! Filling Your Mind soll euch erhalten bleiben und ich möchte meinen alten Lieblingen zu neuem Glanz verhelfen. Also koche ich nun einige meiner alten Rezepte nach, verfeinere sie, ändere sie ab und verpasse ihnen neue, schönere Fotos – und im Bestfall einen noch besseren Geschmack! Den Anfang macht DAS Rezept aller Rezepte, meine vegane Sauce Hollandaise. 

 

 

Ich hatte das Glück zum Teil bei meinen französischen Großeltern aufwachsen zu dürfen und meine Großmutter war eine begnadete Köchin. Sie stand, wann es nur ging, am Herd und kredenzte ganze Festmahle für die Familie. Dabei war nicht vor ihr sicher und nahezu alles wurde hausgemacht. Sauce Hollandaise bildete da selbstredend keine Ausnahme – immerhin handelt es sich hierbei um eine klassische französische Soße. Das Original besteht aus zerlassener Butter, die in eine aufgeschlagene Mischung von Eigelb, Weißwein und Gewürzen emulgiert wird. Mit der Hand eine echt Scheißarbeit! Man schlägt sich hier Oberarme wie Hulk. Das vegane Pendant ist etwas weniger aufwendig, geschmacklich aber definitiv keine graue Maus gegen das Original. Vegane Sauce Hollandaise geht einfacher als man es denken möge und findet schon ziemlich lange ihren Weg auf meine Teller. Das vorherige Rezept findet ihr hier – mit ein paar Änderungen und neuen Handgriffen präsentiere ich euch heute aber nun die vegane Sauce Hollandaise 2.0! 

 

 

Ich persönlich nutze am liebsten den Weißwein von gänz zum kochen und auch pur, aber auch einige Super- und Biomärkte haben super Weine. Man sollte hier unbedingt auf das VEGAN Label achten, denn gerade Weine enthalten heutzutage leider immer noch sehr häufig Gelatine, die im Herstellungsprozess als Filter dient. Als Margarine nutze ich meist Alsan, mein Albaöl (Öl mit Butteraroma) beziehe ich über Amazon*, kaufe es bei Ikea, in der Metro oder greife zu Sorten aus dem Supermarkt. Welches man dann am Ende nutzt ist tatsächlich egal! Mein Favorit bei diesem Rezept ist Hafersahne* – man könnte durchaus auch zu Soja und Co. zurück greifen, Hafer hat meiner Meinung nach aber die bessere Sämigkeit und auch den passenderen Geschmack. Ansonsten benötigt es für diese vegane Sauce Hollandaise nur Gewürze – vor allem Kala Namak* für den Eigeschmack – und maximal zehn Minuten Zeit! 

 


Sauce Hollandaise 2.0
Vorbereitung
5 Min.
Zubereitung
5 Min.
Arbeitszeit
10 Min.
 

Wer es etwas würziger mag kann das Rezept auch noch um einen Teelöffel Senf ergänzen.

Ergibt: 2 Portionen
Zutaten
  • 60 ml Albaöl
  • 200 ml Hafersahne
  • 80 ml Weißwein
  • 1 EL Margarine
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL Mehl
  • Agavensirup
  • Pfeffer
  • Kala Namak
Anleitung
  1. Die Margarine zusammen mit dem Albaöl, etwas Pfeffer und dem Lorbeerblatt in einem Topf erhitzen, bis die Margarine flüssig ist. 5 Minuten bei niedriger Temperatur ziehen lassen. 

  2. Das Mehl dazu geben. Alles glatt rühren und mit der Sahne und dem Weißwein ablöschen. 

  3. Das Lorbeerblatt aus der Sauce entfernen und mit Kala Namak, Pfeffer und Agavensirup abschmecken.