Lisa

 24 Jahre alt 

 
Was macht dich als Menschen einzigartig?
Die Einzigartigkeit einer Persönlichkeit setzt sich aus den vielen kleinen Komponenten zusammen, die man selbst an sich oder vielleicht auch teilweise nicht immer an sich selbst wahrnimmt. Wenn ich mich selbst beschreiben muss sehe ich eine junge Frau mit einem starken Durchhaltevermögen und ausgeprägtem Bedürfnis nach Selbstständigkeit. Mit dieser Mischung kann ich auch ungewohnte Situationen pragmatisch und entschlossen angehen. Daneben bin ich ein sehr loyaler und gutmütiger Mensch. Das wären so die größten (positiven) Komponenten die mir einfallen würden, welche mich ausmachen.

 

 

Wie kam es dazu, dass Du vegan geworden bist?
“Tiere sind meine Freunde und Freunde esse ich nicht” war mein Argument als ich mit ca. 10 Jahren entschied Vegetarier zu werden. Zu meinem Glück erhielt ich zu Hause viel Unterstützung, obwohl es erst auch nur für eine Phase gehalten wurde. Die Phase ging nicht vorbei und je mehr ich mich informierte, desto logischer erschien mir der Schritt zum Veganismus, um mein Konsumverhalten möglichst nachhaltig und gewaltfrei zu gestalten. Ein weiterer, sehr persönlicher, Grund für mich war es, dass ich mit Hilfe der Umstellung mit 21 Jahren auch meine Essstörung, mit der ich zu dem Zeitpunkt bereits ca. 7 Jahre kämpfte, in den Griff bekommen konnte. Dies mag nicht bei jedem in dieser Situation helfen und auch heute merke ich in schweren Zeiten, dass ich immer noch aufpassen muss nicht in alte Muster zurück zu fallen, aber ich habe auch die Freude am Essen wieder gefunden.

 
Was sind Deine persönlichen Tipps für Neu-Veganer und Interessierte?
Es hilft sehr auf den eigenen Körper zu hören und sich auch dahingehend ein wenig auszurichten. Was ist mir wichtig? Was sättigt mich? Was schmeckt mir gut und was überhaupt nicht? Wie viel Aufwand kann und möchte ich im Alltag z. B. fürs Kochen betreiben? Diese Fragen habe ich mir am Anfang viel gestellt (und tue es auch immer noch ab und an) und habe so immer mehr Elemente in meinen Alltag integriert. Diese Elemente beizubehalten war um einiges einfacher, weil sie auf meine individuellen Bedürfnisse und Wünsche abgestimmt waren. Trotzdem geht die Welt nicht unter, wenn man nicht von Beginn an alles “richtig” macht. Dazu noch neugierig bleiben, um auch Unbekanntes mal auszuprobieren und, falls es sich als gut erweist, ggf. auch in die neue Routine aufnehmen. Mit diesem Mindset lässt sich die Anfangsphase um einiges entspannter gestalten, nach meiner Erfahrung.