Kimbap Spot

Authentische koreanische Küche in Bochum


Da mich immer wieder Menschen fragen ob ich mit meinen Reviews und Empfehlungen Geld verdiene, führe ich ab sofort diesen “Selbst Bezahlt”-Button ein. Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass meine Meinung käuflich ist und hiermit merkt ihr hoffentlich ziemlich zügig, dass ich sehr wenig Werbung hier schalte. Diesen Restaurantbesuch habe ich komplett selbst bezahlt und niemand wusste wer ich bin. So ist die Bewertung nämlich am ehrlichsten und besten. Also, los geht’s! 


 

Ich werde ja nie müde es zu wiederholen 
Allen Worten und Wertungen voran möchte ich euch nochmal daran erinnern und damit betonen, dass diese Review hier MEINE persönliche und damit durchweg subjektive Meinung wiedergibt! Jeder Mensch nimmt Dinge anders wahr, deshalb lasst euch von meinen Reviews bitte niemals davon abhalten – oder gar dazu genötigt fühlen – etwas zu erwerben oder ein Restaurant zu besuchen, nur weil ich keine Freudentränen (oder eben doch) verdrückt habe! 

Vor gut zwei Wochen war ich mit Freunden endlich zum ersten Mal in dem neuen Kimbap Spot in Bochum. Endlich hat Kyung Ah es geschafft ihren Laden in Bochum zu eröffnen! Schon vor über einem Jahr habe ich das erste mal ihre Kreationen probiert. Damals hatte sie noch kein festes Lokal und bat ihre Speisen im LADEN EIN – einem Pop Up Restaurant Spot – in Düsseldorf an. Dieses System finde ich auch super, denn dort findet man immer wieder kleine Start Ups oder Anbieter, die man sonst nur auf Festivals und Co. zwischen die Zähen bekommt. Außerdem kenne ich Kyung Ah und ihr Kimbap schon länger vom alljährlichen MAMPF Markt im Zak in Düsseldorf. Nach einigen Steinen, die ihr in den Weg gelegt wurden, konnte sie nun also endlich direkt am Bochumer Hbf eröffnen – wenn auch aktuell leider der letzte Einlass nur bis 18 Uhr möglich ist.

 

Mein Gesamtfazit: ★★★★★

Im Detail bedeutet das:

 

Angebot: ★★★★☆

Jeder der in ein Restaurant geht mit dem Namen Kimbap Spot ahnt sicherlich, dass man hier Kimbap bekommt. Die koreanische Antwort auf Sushi. Man kann hier auswählen zwischen vier Sorten Kimbap und zwei verschiedenen Bowls, die auf den Kimbap Zutaten basieren. Zusätzlich gibt es ein Lunch- und ein Afternoon Special mit Angeboten. Unterm Strich ist alles das selbe – deshalb ziehe ich einen Stern ab – aber der nächste Punkt (Geschmack) zeigt, dass das gar nicht so schlimm ist! Mittlerweile bietet der Kyung Ah auch Frühstück an. Ich bin selbst leider noch nicht in den Genuss gekommen, aber habe mir sagen lassen, dass es super ist. Dort gibt es dann Frühstücksbowls, Sandwiches und Shakes. Neben frischem Tee und Kaffee bietet der Kimbap Spot alle gängigen Bio-Limonaden und Co. an! 

 

Geschmack: ★★★★★

Ich muss gestehen, dass ich eher mit wenig Begeisterung mit nach Bochum gefahren bin, da ich wenig Lust auf Sushi hatte. Kimbap schmeckt am Ende kaum wie Sushi, da es nicht mit der normalen Alge umwickelt wird. Schwer zu beschreiben, wie es am Ende schmeckt, aber man sollte es auch als Sushi-Hasser unbedingt mal probiert haben! Letztendlich habe ich vor Ort dann allerdings kein Kimbap gewählt – da ich ja kein Sushi wollte – und mich für die Rainbow Bowl entschieden. Die beste Wahl, die ich hätte treffen können! Ich dachte mir “Mit so ‘ner Schüssel Reis und Gemüse kannste ja eh nix falsch machen” und bekam am Ende die Geschmacksexplosion in Keramik! Mein Extrawunsch, die Bowl ohne Kimchi, also ohne Chili, zu bekommen war überhaupt kein Problem. Mir fehlte es auch wirklich an nichts in dieser Bowl. Alles war frisch und so farbenfroh, dass man denkt, man sei auf einem Trip – aber in positiver Form. Geschmacklich.. ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll! Die Bowl basiert auf pinkem Reis mit diversen eingelegten Gemüsesorten – jede Sorte für sich ein Erlebnis und die karamellisierten Walnüsse sind ab sofort mein persönlicher Kryptonit. Die Krone setzte am Ende noch der Nachtisch dem Ganzen auf. Eine Kokosnuss-Panna Cotta mit Himbeer-Gewürz-Spiegel-Kredönz, samt Rohkost-Schokokuchen. Ich möchte dazu nicht viel sagen, außer: himmlisch! Auch hier wieder geschmacklich UND optisch eine Punktlandung. 

 

 

Location: ★★★★★

Den Laden erreicht man vom Bochumer Hauptbahnhof in nicht einmal 2 Minuten – im Grunde muss man nur über die Hauptstraße und einmal rechts abbiegen. Besser könnte die Lage einfach nicht sein. Leider hat der Kimbap Spot aktuell eine fiese Baustelle vor der Tür, weshalb die Aussicht nicht die schönste ist – dafür kann aber das Lokal nichts, daher zieh ich hierfür keine Sterne ab! Der Laden selbst ist sehr klein, aber sehr hell gestrichen, daher fühlt man sich keinesfalls eingeengt. Ich persönlich mag dieses helle Design sehr. Dazu gesellen sich hohe Decken, eine moderne Theke, auffällige Lampen und dunkle Möbel. Wir saßen im Nebenraum, direkt an der Küche – hier stand ein Klavier als Deko und es fanden sich großartige Kunstwerke an den Wänden, die perfekt zum Kimbap Spot passen. Ich persönlich hab mich hier allgemein sehr wohl gefühlt! 

 

 

Preis-Leistung: ★★★★☆

Ich zieh einen Stern ab, weil ich von der Kimbap Portion für um die neun Euro einfach nicht satt werden würde. Ansonsten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis super! Meine Bowl kostete 12 Euro und ich war danach pappsatt. Davon Mal ab werden hier nur frische Zutaten verwendet, die alle aufwendig mariniert und zubereitet werden. Das rechtfertigt den Preis durch und durch! Auch die Banchan, also die koreanische Antwort auf Tapas, sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier finde ich den Preis auch angemessen. Ich bin zwar gerne echt mal geizig, aber im Kimbap Spot ist die Speise schon ihr Geld wert! 

 

Service: ★★★★★

Wer mich kennt und meine Reviews häufiger liest weiß, dass ich selbst seit beinahe elf Jahren in der Gastronomie aktiv bin und weiß wie es laufen sollte, daher bin ich in diesem Fall wirklich nicht der beste, objektive Beurteiler. Es kommt echt super selten vor, dass ich nichts zu beanstanden habe. Ich präsentiere hier allerdings eines der wenigen Male, bei denen ich mich super aufgehoben und umsorgt gefühlt habe. Eine nette Begrüßung zu Beginn und eine noch herzlichere Verabschiedung. Das Essen kam schneller auf den Tisch, als wir alle dachten, denn Kyung Ah stand an diesem Tag allein in der Küche. Dennoch haben wir, soweit ich meinem Zeitgefühl trauen kann, gerade mal 15 Minuten gewartet, bis das Essen frisch, heiß und gleichzeitig für uns  Personen auf dem Tisch stand. Die Kellnerin war sehr bemüht, sehr freundlich und brachte alles – egal wie extrawünschig die Extra Wünsche waren – zuverlässig an unseren Tisch. Man mag es kaum glauben, aber das erste Mal vergebe ICH ganze fünf Sterne für den Service!