Gefüllte Croissants

Oder: wenn man mal so richtig Langeweile hat gibt’s Blätterteig

Langeweile ist die beste Voraussetzung für dieses Rezept – wer im Stress ist, sollte keinen eigenen Blätterteig machen, denn das Ganze Prozedere ist unglaublich zeitaufwendig! Gestern Abend hatte ich eine Menge von beidem – also Zeit und Langeweile – also habe ich mich das erste Mal an eigenen Blätterteig gemacht. Wie es aussieht mit Erfolg. Vor drei Tagen startete auf Instagram die #findedenfuxindir Challenge und am heutigen Sonntag stand eine Auszeit in dieser Bodylove Challenge auf dem Plan. Ich dachte mir: wie kann man einen Tag voller Auszeiten besser gestalten, als mit einem bombastischen Frühstück? Also – gesagt, getan! Es gab gefüllte Croissants und die Vorarbeit habe ich gestern geleistet – der Teig sollte nämlich am besten eine Nacht ruhen. 

 

 

Die Idee mit den Füllungen habe ich ebenfalls von Instagram – so ein (noch nicht) Trend, den ich jetzt schon sehr liebe! Meine herzhafte Variante habe ich mit Creme Vega, veganem Kaviar*, Paprika und Avocado gefüllt. Für die süße Version habe ich zu aufgeschlagener Schlagfix* Sahne und frischen Beeren gegriffen. Pompöser kann ein Sonntag wohl nicht starten! Beim Zubereiten des Blätterteigs ist Kälte die wichtigste Komponente, damit der Teig am Ende auch gut aufgeht. Meiner ist etwas zu schnell warm geworden, daher sind die Croissants nicht so blättrig wie gewünscht – man sollte also WIRKLICH auf kalte Rohstoffe und gute Kühlung achten. Für die perfekte Form habe ich eine Backform* genutzt – darin habe ich die aufgerollten Teiglinge gebacken, damit sie die Form behalten. Das ist zugegeben aber Schnick Schnack, der nicht unbedingt nötig ist. Ansonsten werden aus dem Blätterteig einfach nur Dreiecke geschnitten und diese aufgerollt. Bei 170°C sind die Croissants ins 10 Minuten fertig! 

Der Teig aus dem Rezept reicht für etwa 12 Croissants, kann aber auch weiter gekühlt und für andere Dinge genutzt werden! 

Selbstgemachter Blätterteig
Zutaten
  • 500 Gramm Mehl
  • 2 Pakete Alsan
  • 300 ml kaltes Wasser
  • 1 TL Salz
Anleitung
  1. Das Salz mit einem Mörser sehr fein mahlen und gut mit dem Mehl vermengen. 

  2. Das Wasser zu der Mischung geben und zu einem Teig kneten. Den Teig anschließend für fünf bis zehn Minuten kalt stellen. 

  3. Währenddessen wird die KALTE Alsan zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie gelegt und etwa 1cm dick ausgerollt. Hierbei darauf achten, dass sie nicht bricht und rechteckig bleibt. 

  4. Den gekühlten Teig zu einem Rechteck ausrollen und die Alsan parallel dazu (kurze Seite zu kurzer Seite - lange Seite zu langer Seite) in die Mitte legen. 

  5. Den Teig so um die Butter schlagen, sodass am Ende ein geschlossenes Paket entsteht. Dieses Paket erneut vorsichtig ausrollen, bis es etwa fingerdick ist. 

  6. Jeweils ein Drittel des Teiges wird nun zur Mitte gefallten. Erst links, dann rechts. Den Teig hiernach in Frischhaltefolie wickeln und für 30-40 Minuten kalt stellen. 

  7. Anschließend den Teig mit der kurzen Seite zum Körper erneut ausrollen und das Falten wiederholen. Gefaltet wird immer entlang der langen Seite - ausgerollt immer von der kurzen aus! Diese Schritte werden fünf bis sechs Mal wiederholt. 

  8. Den fertigen Teig sollte man über Nacht kalt stellen und erst dann weiter verarbeiten.