Edelgrün

Clean Eating in Köln


Da mich immer wieder Menschen fragen ob ich mit meinen Reviews und Empfehlungen Geld verdiene, führe ich ab sofort diesen “Selbst Bezahlt”-Button ein. Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass meine Meinung käuflich ist und hiermit merkt ihr hoffentlich ziemlich zügig, dass ich sehr wenig Werbung hier schalte. Diesen Restaurantbesuch habe ich komplett selbst bezahlt und niemand wusste wer ich bin. So ist die Bewertung nämlich am ehrlichsten und besten. Also, los geht’s! 


 

Ich werde ja nie müde es zu wiederholen 
Allen Worten und Wertungen voran möchte ich euch nochmal daran erinnern und damit betonen, dass diese Review hier MEINE persönliche und damit durchweg subjektive Meinung wiedergibt! Jeder Mensch nimmt Dinge anders wahr, deshalb lasst euch von meinen Reviews bitte niemals davon abhalten – oder gar dazu genötigt fühlen – etwas zu erwerben oder ein Restaurant zu besuchen, nur weil ich keine Freudentränen (oder eben doch) verdrückt habe! 

Heute war ich für die Souls of Veganism in Köln und habe direkt das nützliche mit dem angenehmen verbunden! Zwar ist Köln von mir mit dem Zug nur eine knappe Stunde entfernt, da die Bilder der drei Teilnehmer aber überraschend fix im Kasten waren, wäre es natürlich ärgerlich gewesen, nur für diese Paar Minuten diese Strecke zu fahren. Wo ich also einmal da war, habe ich mich direkt mit Karina von FroileinFux getroffen und wir sind noch eine Kleinigkeit essen gegangen. Zuerst sind wir ziemlich Ziellos durch die Stadt getigert und landeten dann nach einer kurzen Fahrt mit der U-Bahn in Köln West. Von dort aus marschierten wir zum Edelgrün in Ehrenfeld. Die Haltestelle Piusstraße wäre zwar quasi direkt vor der Tür, aber die extra Schritte taten uns und unseren Fellnasen bei dem schönen Wetter auch gut! 

 

Mein Gesamtfazit: ★★★★☆

Im Detail bedeutet das:

 

Angebot: ★★★★★

Bei Edelgrün sind ausschließlich Bio-Zutaten in Nutzung. Das Angebot ist komplett vegetarisch, alle Speisen sind auf Wunsch auch vegan zu bekommen. Fleisch oder Fisch kann man extra dazu buchen – kostet in diesem Fall Aufpreis. Einerseits frage ich mich natürlich wieso man sowas überhaupt zwanghaft noch dazu anbieten muss, aber andererseits finde ich es super, dass man dafür dann eben auch einen Aufpreis zahlen muss. Andernorts muss man eher für die vegane Variante draufzahlen. Also unterm Strich: Daumen dafür hoch! Die Speisekarte liefert wirklich für jeden Geschmack das richtige! Angefangen bei wechselnden Salaten und Suppen, über eine Vielzahl frischer Bowls, bis hin zu einem umfangreichen Frühstücks-Angebot ist alles dabei. Frühstück bekommt man hier sogar bis 17 Uhr! Nebenbei gibt es noch Smoothies, zahlreiche andere Getränke, Ingwershots und gesunde Desserts. Neben der normalen Karte gibt es außerdem wöchentliche Specials. 

 

Geschmack: ★★★★☆

Ich hatte die Green Bowl in der veganen Version (Weißer Bio-Quinoa, Brokkoli, Avocado, Edamame, Rucola, Kürbiskerne, Hummus und Tahini-Dressing). Geschmacklich war sie zwar gut, aber nicht sehr abwechslungsreich, was die Gewürze angeht. Abgesehen von Hummus und Tahini war nichts dabei, was so richtig “auf den Putz gehauen” hat. Anders als erwartet war die Bowl aber wirklich nicht trocken und ich würde sie tatsächlich auch nochmal bestellen. Dazu hatte ich einen Iced Kokos Latte – geschmacklich und optisch leider der absolute Fehlgriff, da wir einfach nur kalten Kaffee (sehr wässrig) mit Kokosmilch bekamen. Irgendwie hatten wir uns zumindest aufgeschäumte Milch oder irgendwas anderes cooles gewünscht, vor allem für den Preis (dazu unten mehr). Die Zutaten waren allerdings alle frisch und das hat man definitiv auch geschmeckt! 

 

Location: ★★★★★

Das Edelgrün erreicht man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schnell und einfach. Selbst von einem der näheren DB-Bahnhöfe sind es nur 5 Minuten zu Fuß. Das Lokal findet man auch sehr gut, da es direkt an einer Gastronomiestraße liegt. Mit Ehrenfeld/Köln West relativ nah am Zentrum, also auch für Menschen von Außerhalb gut zu erreichen. Auf den ersten Blick war ich verliebt in die Einrichtung. Über der Theke stehen die Wochenangebote mit Kreide auf einer Tafel, der Raum ist hell und modern eingerichtet – roségoldene Lampen und eine Wand aus Pflanzen runden das Bild ab und machen den Besuch super angenehm. Was ich als Kirsche auf der Sahnehaube noch echt klasse fand war die Sitzecke mit vielen Kissen und der Möglichkeit an USB-Ports seine Geräte zu laden. Davon möchte ich gerne überall mehr sehen! Die Dekoration ist ansonsten minimalistisch, aber völlig ausreichend – passt zum cleanen Konzept!

 

 

Preis-Leistung: ★★★★☆

Wie ich beim Geschmack bereits erwähnte war der Iced Kokos Latte für mich der absolute Reinfall. Für knapp vier Euro “erwarte” ich als Kunde irgendwie mehr als ein unansehnliches Glas mit lauwarmem Kaffee in Kokosmilch und zwei Eiswürfeln. Dieser Tatsache ist auch der eine fehlende Stern geschuldet! Ansonsten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hier wirklich spitze. Meine Bowl hat sehr gesättigt und war bis zum Rand voll mit frischem Gemüse für 8,90 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern! Auch andere Gerichte schienen mir im Anbetracht der Tatsache, dass man hier ausschließlich mit Bio-Zutaten arbeitet vom Preis her sehr angemessen. Die Getränke sind teilweise sogar günstiger als in anderen Restaurants in denen ich war. 

 

Service: ★★☆☆☆

Mein persönlicher Wermutstropfen, ohne den ich wohl gerne auch fünf Sterne im Gesamtfazit gegeben hätte. Leider bin ich selbst seit beinahe elf Jahren in der Gastronomie aktiv und weiß wie es laufen sollte, daher bin ich in diesem Fall wirklich nicht der beste, objektive Beurteiler. Das Essen kam echt schnell, dafür gibt es den ersten Stern. Die Dame im Service erschien mir allerdings, als sei sie neu im Team – was natürlich sein kann – das Wochenspecial pries sie uns an, musste es dann aber ablesen von der Wand direkt neben uns. Was genau der Iced Kokos Latte ist musste sie erst erfragen – vielleicht war er deshalb so.. schlecht? Sie war zwar echt freundlich (dafür der zweite Stern), aber leider nicht die Aufmerksamkeit in Person. Im Laden waren neben uns nur sechs weitere Gäste, also eigentlich gibt es keinen Grund gestresst zu sein oder den einen oder anderen Gast unbeachtet zu lassen. Unsere Teller standen schon länger rum, die Gläser waren noch länger leer. Wir wollten schließlich zahlen, aber jeder Versuch die Dame darauf aufmerksam zu machen scheiterte, also zahlten wir am Tresen. Irgendwie ärgerlich, denn das Lokal an sich kann sich echt sehen lassen!