Lulu von Lulusdreamtown

Lulu ist gerade zarte 18 geworden und schon dick im Geschäft – entdeckt habe ich sie auf Instagram, wo sie mittlerweile schon rund 167’000 Abonnenten hat. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Lulu fällt zwar nicht unbedingt unter den klassischen Begriff eines Foodbloggers, da sie keinen wirklichen Blog mit Rezepten betreibt – allerdings postet sie Rezepte auf Instagram und Youtube und das mit Erfolg. Sie ist das, was man sich unter einem „selfmade Woman“ vorstellt, denn sie hat die letzten Jahre hart gearbeitet um heute dort zu stehen wo sie nun ist. Ich persönlich finde es immer wieder großartig Menschen zu treffen die so sehr auf eigenen Beinen stehen und in so jungen Jahren schon so viele Menschen erreichen und bewegen. Bewegen? Oh ja! Lulu hat selbst eine Essstörung überwunden und wie viele Jugendliche heutzutage in der Schule zu kämpfen gehabt – letztere hat sie abgebrochen für ihren neuen Job als Vollzeit-Blogger – so setzt sie sich nun nicht nur für Veganismus sondern auch für eine gehörige Portion body positivity und selflove ein. Wie es zu dem Ganzen kam hat sie mir in einem kleinen Interview anvertraut..

 

 

Wir fangen mit der langweiligen Standardfragen an: Wie bist Du dazu gekommen vegan zu leben?
Ich lebe seit meinem 11. Lebensjahr vegetarisch, da mir Tiere unglaublich wichtig sind. Damals hatte ich noch nicht die Informationen über Tierhaltung für Milchprodukte und Eier. Als ich mich dann darüber mit 14 Jahren mehr informiert habe war mir schnell klar, dass ich von nun an vegan leben möchte.

Fiel Dir die Umstellung damals schwer?
Nein absolut gar nicht. Für mich gehen Tiere und die Natur über meinen Genuss. Außerdem gibt es so viele tolle andere Dinge, die ich essen kann. Wenn ich nun nicht vegane Dinge sehe, sehe ich nicht den Käse.. ich sehe das Leiden, höre die Schreie und fühle mit dem Tier. Da habe ich dann nicht wirklich Lust drauf, die Dinge zu essen.

Wie kam es dazu, dass Du das bloggen gestartet hast?
Als ich 10 war habe ich immer mit meinen Freundinnen und meiner Schwester Videos gedreht und so getan als hätten wir eine eigene Beautyshow. Irgendwann wollte ich dann, dass ich nicht nur so mache, sondern es wirklich veröffentlicht wird. Mit 12 habe ich dann angefangen zu bloggen. Mit 13 Videos auf YouTube hochzuladen und mit 14 auf Instagram zu posten.

Was würdest Du jemandem als Tipp mit auf den Weg geben, der das Bloggen beginnen möchte?
Mach es nie, nie, nie wegen Fame oder Geld. Wenn man aus diesen Gründen anfängt, wird man schnell aufgeben. Manche brauchen 6-8 Jahre um davon leben zu können. Jahrelang täglich posten und Zeit investieren. Dafür brauch man Leidenschaft. Wenn man Leidenschaft hat, Lust daran hat diese Dinge zu tun – go for it! Aber nie mit dem Gedanken starten, darin erfolgreich zu werden.

Was ist Dein persönliches Lieblingsrezept, von Deinen Rezepten – und wieso?
Um ehrlich zu sein, finde ich viele Rezepte unglaublich lecker und die leckersten sind doch die, die am aufwendigsten sind, wie zum Beispiel eine Bananenmarzipantorte. Aber das mache ich mir dann 1-2 mal im Jahr, obwohl es mein liebstes Rezept ist. Was ich täglich esse sind dann wirklich einfache Haferflockenbowls oder Brote.

Gibt es Dinge am vegan sein die Dich nerven oder die Dir schwer fallen?
Was mich nervt, sind eigentlich nur die Menschen, die damit nicht umgehen können. Veganer sowie Nichtveganer. Viele Veganer haben so diesen einen weg z.B rohvegan und sind nicht offen für andere Arten vegan zu leben, was ich sehr schade finde. Genauso haben aber viele Omnis Vorurteile. Ich fänd es toll, wenn einfach jeder ohne Vorurteile und mit Akzeptanz an das Thema rangeht.

 

Zu dir als Person:

Welcher Mensch kommt Dir in den Sinn, wenn Du das Wort „Erfolg“ hörst – und warum?
Menschen wie z.B Iskra Lawrence oder Ashley Graham, die es als erste Plus-Size Models geschafft haben, sich durchzusetzen. Menschen wie Demi Lovato, die offen über Dinge wie ihre Vergangenheit mit Essstörung sprechen. Oder eine Lady Gaga, die zeigt, dass man einfach genau das verwirklichen soll was man ist, ohne Grenzen.

Auf welchen Werten beruhen Deine täglichen Handlungen, Entscheidungen und Pläne?
Ich versuche immer so zu handeln, wie ich gerne behandelt werden wollen würde. Ich versuche auch immer mehr von Extremen wegzukommen, da ich dazu immer sehr neige. Also in Balance zu bleiben von allen Dingen, die ich tue oder machen könnte.

Welche Hoffnungen hast Du?
Ich hoffe, dass wir mehr Akzeptanz auf der Welt bekommen.

Und welche Hoffnungen hast Du längst aufgegeben?
Eine 100% positive Welt ohne Krieg, ohne arme Menschen, ohne Krankheiten. Um ehrlich zu sein, glaube ich (so schlecht es auch klingt) es ist wichtig, dass solche Dinge existieren, weil die Welt auch im Ausgleich sein muss. Es existiert kein Positiv, wenn kein Negativ da ist.

Was würdest Du heute Deinem jüngeren ich raten?
Mach alles genau so, wie du es gemacht hast.

Welcher Job war der schlimmste den Du je hattest?
In einer Bäckerei, mit einer Kollegin, die dachte sie sei der Chef.

Was glaubst Du, nimmt man Dir öfter übel?
Um ehrlich zu sein habe ich seit über 3 Jahren keinen Streit mehr gehabt mit irgendwelchen Menschen. Ich arbeite selbst an mir, wenn ich merke, dass ich nicht richtig gehandelt habe aber wirklich übel hat mir schon seit langer Zeit keiner mehr etwas genommen.

Was würdest Du selbst für viel Geld nicht tun?
Das kommt ganz darauf an. Ein ganz krasses Beispiel: Für 5 Millionen jemanden umbringen. Mit den 5 Millionen könnte man extrem viele Leben retten. Was ist dann die richtige Entscheidung? Ich kann es ehrlich gesagt nicht sagen, aber ich denke jeder hat für absolut alles seinen Preis. Menschen wollen es nur oft nicht zugeben, da sie Angst davor haben was andere denken.

Wie sieht die erste Stunde Deines Tages aus?
Aufwachen, Toilette gehen, Wasser trinken, Instagram

Wem wärst Du lieber nie begegnet?
Ich bin dankbar für jede Begegnung, da sie meine Gegenwart und Zukunft prägt.

Wie stellst Du dir Armut vor?
Mit 60 zurückzublicken und keine Abenteuer und Menschen, denen ich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe, zu sehen.

Wenn Du eine Stadt wärst, welche wärst Du und wieso?
Okay, das ist eine echt schwere Frage. Vielleicht sowas wie LA? Weil da so viel Kreativität vorhanden ist und jeden Tag neue Dinge erfunden werden.

Wenn Du als Tier wiedergeboren wirst, welches möchtest du sein?
Ich würde gerne ein Vogel sein… oder ein Erdmännchen.

Welchem Film muss man zwingend gesehen haben?
Doctor Strange – wegen den Specialeffekts ansonsten schau ich keine Filme. Ich bin aber der größte Seriensuchti der Welt. Die besten Serien sind: Dexter, Revenge, Pretty little liars, Bates Motel (und tausend weitere).

Welche 3 Bücher haben Dich am meisten beeinflusst?
Ehrlich gesagt lese ich nicht. Ich bin ein multitasking Mensch und kann nicht nur eine Sache machen. Beim Lesen kann man keine anderen Sachen machen, weshalb ich dann doch lieber zu Serien oder Hörbüchern greife.

Wenn Du den Rest Deines Lebens nur noch 3 Dinge essen könntest, welche wären das?
Haferflocken, Kartoffeln und Bananen!